Unsere schöne Hansestadt Salzwedel

Salzwedel FachwerkFachwerkbauten, gepflasterte Gassen, mittelalterliche Befestigungsanlagen, prächtige Sakralbauten: Salzwedels historisch gewachsener Charme ist auf Schritt und Tritt gegenwärtig. Unmittelbar an der innerdeutschen Grenze gelegen, erwachte die altmärkische Kleinstadt mit der politischen Wende 1989 aus ihrem Dornröschenschlaf und fand sich mitten im geeinten Deutschland wieder.

Hansestadt Salzwedel - RathausturmplatzIm Zentrum des geografischen Dreiecks Berlin – Hamburg – Hannover gelegen, ist die Hansestadt Salzwedel verkehrstechnisch gut an die Ballungszentren angebunden. Mit dem Zug erreicht man Berlin und Hamburg in je rund 1,5 Stunden. Nach Wolfsburg benötigt man mit dem Auto etwa eine Stunde. Mit Fertigstellung der A14 zwischen Schwerin und Magdeburg ist die nahe liegendeste Autobahn 35 Kilometer entfernt.

Das mag andernorts weit entfernt sein – Altmärker jedoch sind weite Wege gewohnt. Allein der Altmarkkreis Salzwedel entspricht in seiner Größe etwa der des Saarlands. Allerdings zählt er mit nicht einmal 90000 Einwohnern zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Deutschlands.

Die sanft hügelige Landschaft ist geprägt von Äckern, Wiesen und Wäldern, dazwischen eingebettet finden sich idyllische Rundlingsdörfer und Flecken (größere Orte). Salzwedel ist mit rund 24000 Einwohnern (einschließlich Ortsteile) die größte Stadt der westlichen Altmark. Sie ist ihr politisches, kulturelles und (gemeinsam mit Gardelegen im Süden des Altmarkkreises) auch ihr wirtschaftliches Zentrum. Hier kreuzen sich die touristischen Reiserouten „Straße der Romanik“ und „Deutsche Fachwerkstraße“.

Salzwedeler BaumkuchenBerühmt ist Salzwedel für seinen Baumkuchen. Die Entstehung des süßen Backwerks kann man in den Bäckereien und der Schaubäckerei in der Innenstadt verfolgen. Die Delikatesse wird übrigens bis heute an europäische Fürstenhäuser und in alle Welt geliefert.

Danneil Museum SalzwedelDas vom Land Sachsen-Anhalt geförderte Künstler- und Stipendiatenhaus, das Kulturhaus, die Konzert- und Ausstellungshalle „Mönchskirche“, das Johann-Friedrich-Danneil-Museum, der Club Hanseat, die Kulturnische, der Arbeitskreis Salzwedeler Altstadt, der Filmpalast… – sie alle prägen das kulturelle Leben in der Region und darüber hinaus.

Seit August 2015 bereichert das Kunsthaus im ehemaligen Lyzeum die Angebotspalette. Neben wechselnden Expositionen sind hier als Dauerausstellung grafische Arbeiten weltberühmter Künstler wie Chagall, Kandinsky und Marc aus der Sammlung des US-Amerikaners Gus Kopriva zu sehen.

Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen locken tausende Besucher in die Stadt. Als Beispiele seien nur genannt der Nysmarkt Anfang Oktober, Konzerte des nichtkommerziellen Nachwuchsmusikerwettbewerbs „Local Heroes“ und das Kunstfestival „Wagen und Winnen“. Auch die im benachbarten Wendland alljährlich zu Pfingsten tausende Kunstinteressierte anziehende „Kulturelle Landpartie“ strahlt mit sogenannten Wunderpunkten in Klein Grabenstedt und Barnebeck in den altmärkischen Grenzbereich aus.

Das Grüne BandDieser ist übrigens selbst eine Reise wert. Hier, im einstigen Todesstreifen und heutigen Grünen Band, entstand ein Refugium für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Seltene Biotop-Formen reihen sich wie Perlen einer Kette aneinander: der Harper Mühlenbach, das Cheiner Torfmoor, die Brietzer Teiche, die Feuchtwälder im Bürgerholz bei Hoyersburg und die Binnendünen an der Wirler Spitze.

Hervorragend zu erkunden ist das Grüne Band auf dem Vier-Länder-Grenzradweg. Der Rundkurs führt auf 190 Kilometern durch das Schutzgebiet, das Wendland und die Elbe entlang.

Maerchenpark Salzwedel (2)Maerchenpark Salzwedel (1)Ein beliebtes Ausflugsziel vor den Toren der Hansestadt Salzwedel ist der Märchenpark mit Duftgarten.

Auf dem rund 5 Hektar großen Gelände laden thematisch gestaltete Gärten zum Bummeln, Pavillons zum Verweilen und Picknicken, Märchendarstellungen zum Staunen und Spielplätze zum Toben ein. Schloss, Waldhaus und Spielscheune runden das Angebot ab.

ArendseeRund 25 Kilometer von Salzwedel entfernt findet sich mit dem Arendsee ein weiteres beliebtes Ausflugsziel. Baden, Segeln, Surfen und Tauchen: Wasserratten und -sportler kommen hier auf ihre Kosten. Mit einer Tiefe von mehr als 50 Metern ist der Arendsee der tiefste sogenannte Einbruchsee Norddeutschlands und mit 550 Hektar Fläche zugleich das größte natürlich entstandene Binnengewässer Sachsen-Anhalts.

Der rund zehn Kilometer lange Wanderweg um den Arendsee führt in Zießau an Fischer Kagel vorbei. Er serviert seinen Gästen auch frisch geräucherte Maränen, eine Spezialität aus dem See.

Sie sehen also, Salzwedel und sein Umland haben viel zu bieten und sind jederzeit eine Reise wert.